Severin KA 5700 im Test
Geschmack91%
Ausstattung89%
Bedienung88%
Design/Verarbeitung91%
Preis-/Leistung88%
89%Gesamtwertung
Severin KA 5700 im Test: Lesen Sie hier den Testbericht zur Severin KA 5700 und vergleichen sie sie mit anderen aktuellen Kaffeemaschinen.

Severin KA 5700 – Testbericht

Die KA 5700 von Severin zeigt im Test jede Menge Licht, aber auch ein klein wenig Schatten. Angesichts des Preises von rund 75 Euro enttäuscht beispielsweise die Glaskanne. Auf der anderen Seite überzeugen die Ausstattung, das Design und vor allem der Geschmack. Lesen Sie im Test warum es trotzdem auch in dem Bereich Punktabzug gab.

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Severin Café Caprice

Unter den rund 40 Kaffeemaschinen von Severin ist die KA 4049 so etwas wie der Klassiker und bis heute das beliebteste Modell. Trotzdem finden sich auch unter den übrigen Geräten einige sehr interessante Varianten, unter anderem eben auch die hier getestete KA 5700. Die ist mit einem Preis von rund 75 Euro zwar um ein Vielfaches teurer als andere Kaffeemaschinen von Severin, aber birgt dafür auch die ein oder andere Besonderheit. In erster Linie ist das das Vapotronik-Brühsystem, bei dem eine grundlegend andere Technik zum Einsatz kommt, als bei herkömmlichen Filterkaffeemaschinen. Dieses Brühsystem ist deutlich aufwendiger in der Herstellung und kommt bei Severin nur bei einigen wenigen Geräten zum Einsatz. Einerseits ist es wesentlich teurer, aber laut Hersteller soll es eben auch für besonders aromatischen Kaffee sorgen. Wir haben im Test geprüft was dran ist und ob die Severin KA 5700 ihr Geld wirklich wert ist.

Die Ausstattung

Das Vapotronik System soll für einen Geschmack sorgen, wie man ihn sonst nur von handgebrühtem Kaffee kennt. Während bei normalen Kaffeemaschinen das Wasser portionsweise, wie in einem Durchlauferhitzer erwärmt und dann mehr oder weniger tropfenweise in den Kaffeefilter transportiert wird, geht Severin hier einen anderen Weg. Hier wird das gesamte Wasser zuerst im Edelstahlbehälter erhitzt und dann in einem Schwall – eben wie beim Brühen mit dem Handfilter – über das Kaffeemehl gegeben. Auf diese Weise soll der Anteil an Gerb- und Bitterstoffen im Kaffee deutlich reduziert sein und außerdem bringt die Bauweise noch weitere Vorteile mit sich. Erstens ist der Vorgang in der Regel deutlich leiser als bei herkömmlichen Geräten, denn das typische Röcheln fehlt hier. Und zweitens sind die KA 5700 und andere Vapotronik Kaffeemaschinen meist etwas weniger wartungsintensiv und länger haltbar.

Die Severin KA 5700 hat eine Leistungsaufnahme von etwa 1450 Watt und verfügt über eine vom Brühvorgang abgetrennte Warmhalteplatte. Diese kann also unabhängig angeschaltet werden, besitzt allerdings keine Abschaltautomatik. Während die Maschine selbst sich nach beendetem Brühvorgang automatisch abschaltet, läuft die einmal aktivierte Heizplatte solange weiter, bis man sie wieder deaktiviert. Die Glaskanne besitzt einen einfachen Plastikdeckel und fasst einen guten Liter. Sowohl hier, als auch am Frischwasserbehälter ist jeweils eine gut lesbare Skala angebracht, die bis zu maximal 8 Tassen anzeigen. Ein Tropfstopp soll eingebrannte Kaffeeflecken auf der Heizplatte verhindern und das Kabelaufbewahrungsfach ermöglicht Ordnung in der Küche.

Testergebnis – viel Licht, ein wenig Schatten

Schon beim ersten Blick erkennt man, dass die Severin KA 5700 keine normale Filterkaffeemaschine ist. Durch den zylinderförmigen Edelstahl Wasserbehälter und den besonders hoch angebrachten Filterträger wirkt sie nicht nur schick, sondern eben auch „anders“. Wegen der Bauhöhe und vor allem wegen des aufsteigenden Wasserdampfs benötigt die Severin auch etwas mehr Platz nach oben, als andere Kaffeemaschinen. Direkt unter einen Hängeschrank sollte man sie jedenfalls nicht packen. Abgesehen davon ist die Verarbeitung allerdings sehr gut, lediglich die Glaskanne fällt hier etwas ab.

Das geht beim Aromadeckel los, der nicht einrastet, sondern nur auf der Kanne liegt. Wenn man also mal nicht aufpasst und die Kanne etwas zu schräg hält (der letzte Kaffeerest will ja auch getrunken werden), kann es passieren, dass sich der Deckel verabschiedet. Und auch der Ausguss an der Kanne offenbart kleinere Schwächen beim Einschenken und neigt immer wieder zum Tropfen oder lässt Kaffee außen runterlaufen. Ansonsten gestaltet sich die Bedienung dann aber einfach und komfortabel. Alle abnehmbaren Teile sind spülmaschinenfest und der Heizbehälter kann bei Bedarf einfach ausgewischt werden.

Ein gemischtes Ergebnis liefert schließlich der Geschmackstest bei der Severin KA 5700. Werden 2 oder mehr Tassen gebrüht, schmeckt der Kaffee fantastisch und ist dazu auch noch sehr heiß. Bei nur einer Tasse und entsprechend wenig Kaffeepulver enttäuscht der Geschmack allerdings. Schwer zu sagen, woran das technisch genau liegt, jedenfalls ist der Kaffee hier deutlich ärmer an Aroma als bei größeren Mengen. Glänzen kann das Vapotronik System dann aber wieder wenn es um die Lautstärke und die Geschwindigkeit geht. Im Vergleich zu herkömmlichen Maschinen ist die KA 5700 nahezu lautlos und dazu richtig schnell. Eine volle Kanne mit rund 8 Tassen ist hier in knapp 8 Minuten zubereitet.

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Testfazit – etwas zu teuer

Mit einigen Einschränkungen ist die Severin KA 5700 eine Kaufempfehlung wert. Wenn Sie sowieso immer mindestens 2-3 Tassen zubereiten, können Sie hier eigentlich bedenkenlos zugreifen, ein Schnäppchen ist sie mit rund 75 Euro allerdings nicht. Für einen Aufpreis von nochmal rund 30 Euro gibt es die Severin übrigens auch in einer Ausführung mit Thermoskanne.

Vergleichen Sie die Severin KA 5700 mit anderen Geräten in unserem Kaffeemaschinen Vergleichstest.